Düsseldorf / 22.11.2025 | Beim Umweltkongress der Grünen Fraktion NRW habe ich den Workshop „Gesund bleiben trotz Klimakrise“ mit Fokus auf mentale Gesundheit moderiert.
Gemeinsam mit Laura Derks (Psychologists for Future Köln), Linda Kastrup (Fridays for Future NRW) und Aslı Başkaş (Grüne Jugend NRW) haben wir darüber gesprochen, wie die Klimakrise die mentale Gesundheit – besonders junger Menschen – belastet und wie wir Resilienz stärken können.
In der Diskussion wurde deutlich, wie verbreitet Klimaangst inzwischen ist. Studien zeigen, dass sie bei vielen Jugendlichen ein relevantes Thema ist und mit Sorge, Stress und gesundheitlichen Beschwerden verbunden ist. Gleichzeitig erleben junge Menschen im Aktivismus ein breites Spektrum an Gefühlen: Zusammenhalt, Empowerment und Hoffnung – aber auch Frust, Ohnmacht und Erschöpfung.
Wir haben drei Ebenen der Bewältigung betrachtet:
- die individuelle Ebene, auf der Klimaresilienz, Selbstfürsorge und sinnorientiertes Handeln wichtig sind,
- die gemeinschaftliche Ebene, in der Austausch, Solidarität und gemeinsames Handeln entlastend wirken und
- die gesellschaftliche Ebene, die politische Rahmenbedingungen schaffen muss, die jungen Menschen Stabilität geben und Selbstwirksamkeit ermöglichen.
Besonders die Einblicke von Laura Derks zu Coping-Strategien und psychologischen Schutzfaktoren waren bereichernd, ebenso die sehr persönlichen Perspektiven von Linda Kastrup, Fridays for Future, und Aslı Başkaş, Grüne Jugend, zur emotionalen Realität im Aktivismus, zu Rückschlägen, Empowerment und Belastungsgrenzen.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen drei Impulsgeberinnen für den offenen Austausch, die fachliche Tiefe und die Perspektiven aus Praxis und Bewegung.
Mein wichtigstes Fazit aus dem Workshop:
Klimaangst bewältigen heißt, vom Fußabdruck zum Handabdruck zu kommen, gemeinsam Resilienz aufzubauen und Räume zu schaffen, die stärken. Und wir müssen raus aus unseren Bubbles und Menschen dort abholen, wo sie stehen – nicht nur im Wahlkampf, sondern immer.









