Prävention & Gesundheitsförderung stärken

Ich stehe für einen Perspektivwechsel in der Gesundheitspolitik, indem ich Prävention und Gesundheitsschutz in den Fokus nehme. Besonders am Herzen liegt mir die Gesundheit von Kindern & Jugendlichen:

Beispiel Übergewicht: Schon vor Corona galt: In Deutschland ist jedes 5. Kind zwischen 11 und 13 Jahren übergewichtig. Die WHO befürchtet, dass die Zahl in der Pandemie noch gestiegen ist durch höheren Medienkonsum, weniger Bewegung und schlechtere Ernährung. Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Übergewicht und sozialer Lage. Mädchen aus Familien mit niedriger sozialer Lage sind 4 mal so häufig von Übergewicht betroffen wie solche aus Familien hohem Einkommen und hoher Bildung der Eltern.

Beispiel psychische Erkrankungen: In der Corona-Pandemie hat die Zahl der psychisch Erkrankten dramatisch zugenommen, gerade unter Kindern & Jugendlichen. Fast jedes 3. Kind zeigte nach Corona psychische Auffälligkeiten: Sorgen und Ängste haben zugenommen, genauso wie depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden. Besonders betroffen sind auch hier Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnisse oder solche mit internationaler Biographie.

Dafür mache ich mich stark:

  • Aufbau regionaler Präventionsnetzwerke mit einem gestärkten Öffentlichen Gesundheitsdienst, Bildungseinrichtungen, Krankenkassen, Ärzt:innen, Sportvereinen und Eltern.
  • Mehr gesundheitlich Bildung an KITAS, Schulen und Hochschulen, und zwar flächendeckend, nicht nur an ausgewählten Leuchtturmschulen.
  • Besserer Schutz der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch mehr Informationen für Eltern; Ausbildung und Zulassung von mehr Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Die Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit der Menschen sind enorm, z.B. die Belastungen durch zunehmende Hitzetage, gerade für kleine Kinder, chronisch Kranke oder ältere Menschen. Zudem werden sich Tropenkrankheiten in Europa ausbreiten.

Dafür mache ich mich stark:

  • Mehr Aufklärung & Sensibilisierung über die Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit durch zielgruppenspezifische Informationskampagnen und Fortbildungen, z.B. für Bürger:innen, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Stadtentwickler:innen.
  • Modellprojekte „Gesundes Klima in der Stadt“, regionale Netzwerke und Förderprogramme zum späteren flächendeckenden Ausbau entwickeln.
  • Lehrpläne überarbeiten: Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit in die Ausbildungen im Gesundheitswesen integrieren.

Optimale Gesundheitsversorgung in Stadt & Land

Gute Gesundheitsversorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Wir brauchen auch im ländlichen Raum flächendeckend guten Zugang zu Haus- und Fachärzt:innen sowie Krankenhäusern.

Dafür mache ich mich stark:

  • Aufbau von Gesundheitsregionen mit gemeinwohlorientierten multiprofessionellen Teams und Anbindung an die Kommunen.
  • Flächendeckend gute Krankenhausversorgung mit Netzwerken von ausreichend Kliniken vor Ort für klassische Notfälle wie Unfälle & regional übergreifend arbeitenden Kliniken für Spezialisierung; mehr Krankenhäuser in die Öffentliche Hand.
  • Gute Ärzteversorgung, auch auf dem Land: Mehr Studienplätze in Medizin, bessere Nachwuchsplanung durch Förderung von Hausarzt-Praxen im ländlichen Raum, Förderung von innovativen Kooperationen wie ärztlichen Genossenschaften; mehr Telemedizin-Angebote.

Meine Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge im Bereich Gesundheitsforschung.