Gesundheitsforum der Gesundheitsregion KölnNord

Köln, 12.08.2026 | Gesundheit entsteht nicht nur in Arztpraxen und Krankenhäusern. Sie entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und älter werden.

Das wurde beim Gesundheitsforum der Gesundheitsregion KölnNord besonders deutlich. Bürger*innen sowie Fachleute aus Versorgung, Verwaltung und sozialen Einrichtungen haben gemeinsam beraten, welche Themen für die Gesundheit der Menschen in Nippes und Chorweiler besonders wichtig sind.

Das partizipative Verfahren ist eine große Stärke des Modellprojekts: Die Bürger*innen benennen ihre Erfahrungen und Bedarfe selbst. Ihre Perspektiven werden anschließend gemeinsam mit Fachleuten bewertet, priorisiert und in konkrete Arbeitsgruppen überführt.

Dabei zeigte sich ein erfreulich breites Verständnis von Gesundheit im Sinne von Health in All Policies. Diskutiert wurden nicht nur medizinische Versorgung und Wartezeiten, sondern auch Armut, Einsamkeit, Bildung, Mobilität, Stadtentwicklung, Klima, Ernährung, soziale Teilhabe und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

Als erste Schwerpunkte wurden ausgewählt:
🌡️ Hitze und Klimastress
ℹ️ Niedrigschwellige Gesundheitsinformationen und bessere Kommunikation
🤝 Einsamkeit
Nun kommt es darauf an, aus Beteiligung konkrete und spürbare Verbesserungen für die Menschen vor Ort zu entwickeln.

Köln ist gemeinsam mit dem Hochsauerlandkreis eine von zwei Modellregionen für Gesundheitsregionen in Nordrhein-Westfalen.
Ich bin überzeugt: Diesen Ansatz sollten wir weiterentwickeln und ausbauen. Gesundheitsplanung muss kleinräumiger, sektorenübergreifender und vor allem partizipativer werden. Die Erfahrungen aus Köln und dem Hochsauerlandkreis können dafür wichtige Impulse für ganz NRW geben.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer*innen für die engagierte und offene Diskussion, an Anna Baum und Dr. Volker Bischoff für die Moderation und Begleitung des Prozesses sowie an Prof. Dr. Hans Wilhelm Höpp für die wissenschaftliche Leitung!